Gescheiterter Putsch in Venezuela

Das RadioZ hat mir Harald Neuber von amerika21 über den (versuchten) Angriff einer Gruppe von US-Söldnern gegen Venezuela gesprochen:

Militärputsche haben in Lateinamerika beinahe schon eine traurige Tradition, insbesondere im 20. Jahrhundert. Oft haben diese einen US-Amerikanischen Hintergrund. Beispiel hierfür wäre der Militärputsch 1973 in Chile, aus dem die Diktatur Pinochets hervorging. Man sollte meinen, dass die imperialistischen Bestrebungen der USA in Lateinamerika in eine bereits geschlossene neoliberale Schublade des 20. Jahrhunderts gepackt sind – jedoch falsch gedacht. Neben massiver ökonomischer Repression wurde letztes Jahr auf nicht-militärischem Wege versucht die venezolanische Regierung unter Nicolas Marduro zu stürzen. Juan Guaido erklärte sich selbst zum Interimspräsidenten, unterstützt und anerkannt von ca. 50 Nationen, unter ihnen natürlich die USA und auch Deutschland. Auf demokratische Prozesse oder den Willen des Volkes wurde hierbei kaum geachtet – im Endeffekt blieb dieser Versuch allerdings ohne großartigen Umsturz, Marduro ist nach wie vor an der Macht. Letzten Sonntag jedoch landeten US-Amerikanische Söldner und Exil-Venezolaner an der Küste Venezuelas an mit dem Ziel die Regierung zu stürzen – diese Situation erinnert dann doch sehr stark an die imperialistischen Bestrebungen des 20. Jahrunderts in Lateinamerika. Weshalb der Versuch allerdings dilletantisch war und keine direkte Militäraktion erfahrt ihr in meinem Interview mit Harald Neuber von amerika21.de:
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