31. Januar 2021, 08:15

Sentido (en) Común

“Wir wollen nicht zur Normalität zurückkehren, denn die Normalität war schlecht für uns.” (aus dem Film) Ausgelöst durch eine Erhöhung der Preise für den öffentlichen Nahverkehr, begannen am 7.10.2019 in Santiago de Chile Proteste, die innerhalb von 10 Tagen so zunahmen, dass die Regierung den Ausnahmezustand verhängte.In den kommenden Wochen und Monaten beteiligten sich Millionen Menschen an den Mobilisierungen im ganzen Land. Gründe sind sowohl die extreme ökonomische Ungleichheit wie das politische System, eine Hinterlassenschaft der Pinochet Diktatur. Der Staat antwortete mit Gewalt, doch erst durch Ausgangssperren im Zusammenenhang mit Covid19 gelang es die Revolte einzudämmen.Seit Beginnn der Revolte gründeten sich über 200 selbstverwaltete Nachbeschaftsversammlungen, in denen die Menschen einander beistehen und miteinander reden: “Wenn ich nicht genug zu essen hatte, haben ich das für mich behalten. Aber jetzt bricht es aus mir heraus, ich rede darüber bei der Versammlung.” (aus dem Film)In Interviews und Bildern gibt dieser großartige, bewegende Film Einblicke in die größte Bewegung in Chile seit dem Putsch 1973.

Sentido (en) Común"

© Jochen Tetzlaff 2021

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