Blackbeard

Jean-Yvees Delitte ist als Zeichner und Autor in der maritimen Welt zu Hause. Dies ist bei seinem Comic «Blackbeard» unübersehbar, er besticht mit seinen großen, sehr detaillierten Panel, die Piratenschiffe, Seeschlachten oder Schiffe in Stürmen zeigen.

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Ein weiterer Piratencomic mit den üblichen Klischees über die wilden, saufenden Männer und ihr wildes Leben hätte einen Bart, der mindestens so lange wäre wie der von Blackbeard. Dieser Falle entgeht Delitte, indem er einen Gefangenen seine Geschichte dem Schriftsteller Daniel Defoe erzählen lässt. Der Gefangene will Komplize des berühmten Blackbeard gewesen sein. 1724 erschien das Buch «Umfassende Geschichte der Räubereien und Mordtaten der berüchtigsten Piraten» unter dem Pseudonym Captain Charles Johnson, dieses Werk wird Defoe zugeschrieben.

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Die Geschichte ist aber nicht der Grund weswegen mit Blackbeard so gut gefällt. Sie ist nicht besonders spannend und der Erbzählfluss des Comic holpert auch einige Male ziemlich. Viele Stränge werden nur angedeutet, dann aber nicht weiter verfolgt. Die Faszination kommt ganz klar von der Grafik, Delitte ist wirklich ein Meister darin Segelboote des 18. Jahrhunderts in Aktion zu zeichnen. Ein Augenschmaus durch und durch.

«Blackbeard» erscheint bei Splitter im anspruchsvoll produziertem Großformat, die Miniserie besteht aus zwei Bänden: «Blackbeard 1: Hängt sie höher!» und dem soeben erschienenen «Blackbeard 2: Mein Tod ist süß».

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